
Skateboarding oder kurz Skaten hat sich in den letzten Jahrzehnten weltweit als Sportart etabliert, aber Skaten ist mehr als nur Sport. Skaten ist ein Lebensgefühl, eine Lebenseinstellung. Skaten und im Besonderen der Skaterstyle hat in den letzten Jahrzehnten die ganze westliche Jugendkultur beeinflusst und geprägt.
History

Die Ursprünge des Skatens sind zwischen 1940 und 1950 in Kalifornien zu finden. Dort begannen Surfer die ersten Skateboards selbst zu basteln, um bei schlechten Wellenbedingungen über den Asphalt zu surfen.
Das erste „Roller Derby Skate Board“ ging 1959 über den Ladentisch. Die Boards sind seitdem stark weiterentwickelt und an die Bedürfnisse der Skater angepasst worden. Foto: http://wesclark.com/am/skate_board.jpg
Der Ollie
Der Basistrick des Skatens ist der Ollie, Alan Gelfand gilt als Namensgeber und Erfinder. Der Trick bezeichnet einen Sprung, bei dem man mit dem Board ohne zusätzliches Hilfsmittel (z.B. Rampe) in die Höhe springen kann. Der Unterschied zu einem Sprung ohne Brett ist nur, dass beim Ollie das Tail (Hinterteil) des Boards kurz vor dem Absprung Richtung Boden gekickt wird (siehe Bild unten – oranger Kreis). Gleichzeitig beginnt man mit dem vorderen Fuß das Board schräg nach oben zu ziehen (siehe Bild roter Kreis). Das Griptape auf der Oberfläche sorgt dabei für die nötige Reibung. Der Ollie hat das Streetskaten der 80er Jahre revolutioniert und dem Skaten zu einem neuen Hype verholfen.

Streetskaten
Beim Streetskaten geht es v.a. um das Überwinden oder kreative Befahren von Hindernissen - und das am besten mit möglichst schwierigen Tricks und coolem Style. Als Hindernisse dienen dabei Stiegen, Geländer, Bänke, Tische, Kunstobjekte, etc. - Hauptsache der Asphalt rundherum gibt etwas her. Da das Skaten im öffentlichen Raum nicht immer erwünscht ist, gibt es vielerorts Skateparks. Je nach Qualität der Skateparks findet man dort verschiedene Arten und Größen von Rampen, Rails, Curbs, Ledges, Boxen, Stiegen, Pipes oder Ähnlichem.
Halfpipe
Die Halfpipe hat beim Skaten eine besondere Bedeutung. Sie hat wesentlich zur Entwicklung des Skateboardens beigetragen und zu einer eigenen „Disziplin“ beim Skaten geführt – dem Vertskaten. Darum gibt es bei gößeren Skateboardcontests auch meist eine Unterscheidung zwischen Street und Vert.
Skateboarding ist aus der Trendsportwelt nicht mehr wegzudenken. Unternehmen wissen bereit seit Jahren, wie sie über geschicktes Sponsoring von Skateveranstaltungen ihre Produkte an die jugendliche Zielgruppe bringen können. Das hat zwar geholfen den Sport populär zu machen und rasant weiterzuentwickeln, hat aber auch die Skatecontests in den Mittelpunkt gerückt. Dieser Mainstream widerstrebt dem ursprünglichen Spirit des Skatens. Skaten ist eigentlich mehr spielerisches Herantasten an die eigenen Limits, den nächsten Trick stehen, einen neuen Trick versuchen, der nächste Sturz – aufstehen und noch mal versuchen,…